Henningsvær

Der Winter hat uns immer noch fest im Griff. Die Temperaturen liegen am Tag knapp unter Null, Sonne und Wolken wechseln sich ab. In der Nacht gab es auch ein wenig Neuschnee. Dafür gibt es kaum Touristen. Das ist zu erwähnen, da es im Sommer, in den paar "warmen" Wochen, mittlerweile 1 Mio. Besucher auf den Lofoten sein sollen. Hauptsächlich Norweger aber auch alle anderen Nationen. Also besser jetzt am Ende des Winters hier sein.

Heute haben wir Henningsvær erkundet. Ein kleines Fischerdorf auf mehrere Inseln verteilt. Kein Museumsdorf, sondern ein Fischerdorf mit Alltag. Ich konnte bei der Vorbereitung des Kabeljaus (norw.: torsk) auf dem Weg zum Stockfisch zusehen und fotografieren. Ein Fischer und seine Frau haben mir die anstrengende Arbeit den Fisch auszunehmen und zuzuschneiden vorgeführt. Danach kommen die Fische bzw. deren Köpfe getrennt auf die Trockengestelle (norw.: stokk). Die Luft trocknet und konserviert so den kostbaren Fang. Der Geruch an den Trockengestellen ist sehr intensiv und in der gesamten Umgebung wahrnehmbar. Ist nur etwas für harte Stockfischliebhaber. 

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Kommentare: 1
  • #1

    Stefan und Sabine (Montag, 02 April 2018 18:54)

    Mann-O-Mann das sind ja wahnsinnige Geschichten und Bilder. Fischköppe in Norwegen ... dabei weiß doch jeder, dass die aus Hamburch kommen ;-) Durch die bildreiche Erzählung haben wir jetzt den Geschmack von Ganmelhai an den Lippen. Igitt Ipfuih ... aber die Bilder machen alles wieder wett! Traumhaft!