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Schnee im Juli

Wir werden von strahlendem Sonnenschein geweckt. Nach dem Frühstück rollen wir wieder entlang des Otra Flusses durch das Setesdal. Der naturbelassene Fluß muss unzählige Stromschnellen und Wasserfälle überwinden.  Die Landschaft steigt langsam bis über knapp über die Baumgrenze an. Auf wunderbaren Straßen genießen wir die herrliche Umgebung wie in einem Naturfilm. Wir biegen ab ins  Haukelifjell (Fjell = Berg/Gebirge) und durchfahren eine Hochebene auf ca. 1.000 m. Die uns umgebenen Berge sind bis zu 1.675 m hoch und teilweise mit Schnee bedeckt. Wir laufen durch ein Schneefeld und können es kaum fassen: Schnee im Juli. Weiter durch das Haukelifjell, laden uns einige Ziegen ein, eine wacklige Brücke mit dem Wohnmobil zu überqueren und zu einer Sommeralm zu fahren. Dort kaufen wir beim Käsemeister persönlich den berühmten, braunen, Ziegenkäse (Geitost), der eher süß als salzig schmeckt. Über die Brücke wieder zurück, über die alte Passstraße ins Tal und über den nächsten Pass. Die Latefossen (Fossen = Wasserfälle) beeindrucken mich sehr - so etwas gewaltiges habe ich noch nie gesehen. Donnernd krachen die Wassermassen auf 100 m Breite ins Tal. Die Fallhöhe ist 800 Meter!  Entlang des Sörfjorden sehen wir eine völlig andere Landschaft: am Fuße der Berge gedeiht jede Menge Obst, insbesondere Kirschen. Bei Sonnenschein und Temperaturen von  23 Grad wähnt man sich eher in Italien denn 60° Nord. Am Hardanger Fjord nehmen wir noch die Fähre nach Kvanndal und finden dort eine schönen Campingplatz für die Nacht. Bei einem kalten Bierchen versuche ich die vielen Erlebnisse und Bilder in meinem Kopf für diesen Blog zu sortieren. Im Anhang findet Ihr noch ein paar Bilder des Tages.

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